Aktuelles

SoVD lädt ein: Vortrag zum Thema Depressionen und Ängste

Gifhorn. Jeder kennt Phasen, in denen man sich erschöpft fühlt, lustlos oder traurig ist. Gerade bei Menschen, die mit negativen Ereignissen wie Existenzängsten, nachlassender Gesundheit oder mangelnden sozialen Kontakten konfrontiert werden, kann so ein Zustand schnell zu ernsthafter Erkrankung führen. Die Folge können anhaltende Depressionen und Ängste sein, die für die Betroffenen teils unbewusst alle Bereiche des täglichen Lebens negativ beeinflussen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Kreisverband Gifhorn möchte helfen mit derart schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Dazu findet am Dienstag, den 27.11.2018 im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Gifhorn, Steinweg 20 (Georgshof) ab 19 Uhr ein Vortrag zum Thema Ängste und Depressionen statt. Interessierte und Betroffene sind dazu herzlich eingeladen.

Als Referentin konnte Frau Dr. med. Sigrid Schnelle, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie aus Gifhorn gewonnen werden. In ihrem Vortrag wird sie über erste Anzeichen beginnender Depressionen, mögliche Behandlungsformen und Lösungsmöglichkeiten berichten. Im Anschluss steht Frau Dr. Schnelle für die Teilnehmer im Rahmen einer Podiumsdiskussion für weitere Fragen zur Verfügung. Moderiert wird die Veranstaltung vom ehrenamtlichen SoVD-Mitglied Manfred Gebhardt.

Die Teilnahme ist kostenfrei, auch Nicht-Mitglieder des SoVD sind herzlich willkommen. Um Anmeldung bis zum 22.11.2018 wird gebeten unter der Telefonnummer 05371-3685 oder per E-Mail info(at)sovd-gifhorn.de.

SoVD Kreisverband Gifhorn wählte neuen Vorstand

Gifhorn/Meine. Insgesamt 57 Delegierte aus den SoVD-Ortsverbänden des Landkreises hatten sich zur Kreisverbandstagung des Sozialverband Deutschland (SoVD) Kreisverband Gifhorn am 29.September im Gemeindezentrum Meine eingefunden. Auf der Tagesordnung der Versammlung, die satzungsgemäß alle vier Jahre stattfindet, standen u.a. Entlastung des Vorstandes, Berichte von Kreisschatzmeister, Kreis-Frauensprecherin und Leiterin der Sozialberatungsstelle. Im Anschluss wählten die Teilnehmer einen neuen geschäftsführenden Kreisvorstand.

Nach der Eröffnungsrede des 1.Kreisvorsitzenden Heinz-Ulrich Kabrodt begrüßten die Samtgemeindebürgermeisterin Ines Kielhorn und die Meiner Bürgermeisterin Ute Heinsohn-Buchmann die Gäste. Beide Lokalpolitikerinnen lobten in ihrer Ansprache das gemeinnützige Engagement des Verbandes, der sich für sozial benachteiligte Menschen einsetzt und diesen konkret in sozial-rechtlichen Belangen zur Seite steht. Gruß- und Dankesworte des SoVD-Landesvorsitzenden Adolf Bauer überbrachte der SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke.

Nach der Verabschiedung von Heidrun Leyh, Marion Meyer, Gerhard Bothe und Johannes Pohl, die durch ihren Rückzug jüngeren Mitgliedern Platz im ehrenamtlichen Vorstand machen, standen Neuwahlen an. Zum Kreisvorsitzenden wieder gewählt wurde Heinz-Ulrich Kabrodt, sein Stellvertreter ist Lutz Lau. Neue Frauensprecherin und 2. Kreisvorsitzende wurde Ulrike Scheer, ihre Stellvertreterin wurde Monika Denecke. Ebenfalls wiedergewählt wurde Kreisschatzmeister Horst Nagel. Die Kreisschriftführerin und stellvertretende Kreisschatzmeisterin heißt Sabine Müller. Ferner wurden die Beisitzer, Revisoren und Delegierten für die Landes- und Bundesverbandstage neu gewählt. 

Tagesseminar für SoVD SchatzmeisterInnen

Gifhorn. Jede aktive und erfolgreiche Vereinsführung setzt eine effektive Buchführung voraus, denn nur wer seine Zahlen kennt, kann auch die notwendigen Entscheidungen treffen! Die Buchführung muss einen zeitnahen Überblick geben über den Umfang und die Entwicklung des Vereinsvermögens, der Einnahmen und Ausgaben aller Vereinsaktivitäten und der Zahlungsfähigkeit.

Bei den SoVD Kreis- und Ortsverbänden kümmern sich ehrenamtliche SchatzmeisterInnen um die Finanzen. Damit diese immer auf den neuesten Stand sind und die Buchführung aktuellen geltenden Finanz- und steuerrechtlichen Vorgaben genügt, werden die SchatzmeisterInnen regelmäßig geschult. Am 13.09.2018 fand die Schulung im „Deutschen Haus“ in Gifhorn statt. Ute Lilienblum vom Weiterbildungsteam des SoVD-Landesverband begrüßte 12 Teilnehmer des Kreis- und Ortsverbände zu einem interessanten Tagesseminar, bei dem in praxisnahen Beispielen aktuelle Richtlinien und Vorgaben für eine ordnungsgemäße Buchführung vermittelt wurden. 

Zahlen zeigen: GroKo hat bei Inklusion falschen Weg eingeschlagen

Hannover. In Niedersachsen lernen immer mehr Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam an einer Schule – das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Darin werden Zahlen aus den Schuljahren 2008/09 und 2016/17 verglichen. „Die Untersuchung zeigt, dass wir beim Thema Inklusion auf einem guten Weg waren“, sagt Adolf Bauer, Landesvorsitzender des Sozialverbandes Deutschland (SoVD). Nach ihrem Amtsantritt habe die Große Koalition allerdings einen anderen Kurs eingeschlagen, der ganze Jahrgänge von der gleichberechtigten Teilhabe ausschließt.

Anders als die Vorgängerregierung spricht die Große Koalition in Niedersachsen nicht mehr davon, Förderschulen vollständig zu schließen und so die Inklusion voranzutreiben. Vielmehr soll es weiterhin ein paralleles Schulsystem geben. Außerdem wurde die Abschaffung der Förderschule Lernen für die nächsten zehn Jahre ausgesetzt. „Dadurch wird der Prozess der Inklusion auf die lange Bank geschoben“, kritisiert Bauer. Besonders ärgerlich sei es, dass Niedersachsen wichtige Schritte getan habe, die der Bertelsmann-Studie zufolge auch erste Erfolge gezeigt hätten. So ist in Niedersachsen etwa der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die an einer Förderschule lernen, im Vergleichszeitraum zurückgegangen und liegt unter dem Bundesdurchschnitt. Insgesamt befinde sich Niedersachsen im Ländervergleich bei der Exklusionsquote auf dem fünften Platz.

„Wenn man sich die Zahlen anguckt, ist es noch unverständlicher, dass die schwarz-rote Regierung in Sachen Inklusion einen solchen Rückschritt macht“, so der SoVD-Chef. Deshalb sei es jetzt an der Zeit, das Vorgehen noch einmal zu überdenken und endlich ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen. „Ansonsten gehen noch weitere Jahrgänge verloren“, befürchtet Bauer.

SoVD-Tipp: Keine Verordnung für Pflegehilfsmittel mehr nötig

Gifhorn. Lagerungshilfen, Hausnotruf-Systeme oder Duschstühle – die Kosten für solche sogenannten Pflegehilfsmittel kann die Pflegekasse übernehmen. Bislang war dafür in vielen Fällen eine ärztliche Verordnung notwendig. Mit der Pflegereform hat sich das geändert: Empfiehlt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) jetzt ein solches Hilfsmittel in seinem Gutachten, gilt das bereits als Antrag bei der Pflegekasse.

Stellt der MDK bei seiner Begutachtung einen Pflegegrad fest, zahlt die Pflegekasse entsprechende Hilfsmittel. Sie sollen dafür sorgen, dass der Betroffene möglichst selbstständig sein Leben führen kann, und eventuelle Beschwerden lindern. Das können zum Beispiel Pflegebetten, Waschsysteme oder Pflegezubehör wie Bettgalgen oder Betttische sein.

„Bislang mussten die Hilfsmittel immer zusätzlich von einem Arzt verordnet werden – auch wenn der MDK sie empfohlen hat. Das bedeutete für die Betroffenen immer einen erheblichen Aufwand“, sagt Christine Scholz, Sozialberaterin aus dem SoVD-Beratungszentrum Gifhorn. „Diesen Schritt müssen sie jetzt nicht mehr machen. Wenn der MDK eine Empfehlung für ein Hilfsmittel ausspricht, gilt das automatisch als Antrag bei der Pflegekasse.“ Empfiehlt der MDK ein Hilfsmittel, muss er das im Gutachten vermerken und entsprechend konkretisieren. Es gibt aber auch Hilfsmittel, bei denen das MDK-Gutachten nicht automatisch als Antrag gewertet werden kann: „Dazu zählen etwa Orthesen oder auch Seh- und Hörhilfen. Sie müssen weiterhin von einem Arzt verordnet werden. Die Kosten trägt dann die Krankenkasse.“

Übrigens: Erwachsene müssen zehn Prozent je Hilfsmittel zuzahlen, jedoch nicht mehr als 25 Euro. Geht es um Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, gibt es Ausnahmen – mehr als 40 Euro monatlich übernimmt die Kasse aber nicht. „Genau wie bei Medikamenten kann man sich aber auch bei Hilfsmitteln von der Zuzahlung befreien lassen, wenn eine bestimmte Belastungsgrenze erreicht ist. Dazu sollte man sich aber am besten individuell beraten lassen“, empfiehlt Scholz.

Das SoVD-Beratungszentrum in Gifhorn erreichen Sie unter Telefonnummer 05371-3685 oder E-Mail: info@sovd-gifhorn.de.