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Fachvortrag für Frauen zum Thema Erben und Vererben

Gifhorn. Die SoVD-Kreisfrauensprecherin Ute Scheer sowie der Vorstand des Sozial Verband Deutschland (SoVD) Kreisverband Gifhorn begrüßten am Freitag, den 20.09.2019 in der Gaststätte „Sven’s Schützenwiese“ 75 interessierte Frauen anläßlich eines Frauenfrühstücks zu einem Vortrag mit dem Referenten Rechtsanwalt und Notar a.D. Werner  Brüns. Inhalt des Referates war das Thema Erben und Vererben. Der erfahrene Rechtsanwalt Brüns informierte die Zuhörerinnen über die verschiedenen Testamentsarten, Fallstricke bei Erstellung und über steuerliche und finanzielle Auswirkungen.

„Viele Frauen sind nicht ausreichend informiert, wenn es um das Thema Erben und Vererben geht,“ sagte SoVD-Kreisfrauensprecherin Ute Scheer, „mit dem Referat wollten wir dabei helfen, Unsicherheiten zu überwinden. Auch vor dem Hintergrund, dass sich die meisten Menschen nur ungern mit dem Thema auseinander setzen, was zum Beispiel der Tod des Ehepartners nach sich zieht.“  

Der SoVD Kreisverband Gifhorn setzt sich für Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Frauen ein. Er unterstützt allein im Landkreis Gifhorn über 7.200 Mitglieder in allen sozialrechtlichen Fragen und steht Ihnen rund um die Themen Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit und Hartz IV kompetent zur Seite. 

SoVD Geschäftsstellenleiterin Christine Scholz feiert 10jähriges Arbeitsjubiläum

Gifhorn. “Seit 10 Jahren beweisen Sie, sehr geehrte Frau Scholz, hohen Einsatz, große Fachkompetenz und absolute Zuverlässigkeit an jedem Arbeitstag. Dank Ihnen hat sich das Beratungszentrum Gifhorn immer weiter entwickelt. Dafür möchte ich Ihnen auch im Namen des Landesverbandes herzlich danken und gratulieren“, begann SoVD-Regionalleiter Kai Bursie seine Ansprache anlässlich des 10jährigen Arbeitsjubiläum der Leiterin des Gifhorner Sozialberatungszentrum Christine Scholz. Im Rahmen einer kleinen Feier am 14.08.19 in der Geschäftsstelle übergaben Bursie und sowie der gesamte Gifhorner Kreisvorstand neben Glückwünschen ein Jubiläumspräsent und einen bunten Blumenstrauß.

Scholz begann nach erfolgreichem Jura-Studium im August 2009 ihre Tätigkeit beim SoVD. Zunächst beschäftigt im Rahmen einer Elternzeitvertretung in Salzgitter übernahm sie anschließend die Geschäftsstelle des Kreisverband Gifhorn, die sie heute mit zwei hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen erfolgreich führt.  Auf aktuell über 7200 Mitglieder ist der Kreisverband Gifhorn mittlerweile angewachsen, damit einhergehend ist auch die Anzahl der Sozialberatungen stetig gestiegen.

„Heute komme ich auf ca. 10 persönliche  Beratungen pro Tag“, berichtet Scholz aus ihrem straffen Arbeitsalltag, „ein Zeichen dafür, dass immer mehr  Menschen in Not geraten und professionelle Hilfe bei der Beantragung von ihnen zustehenden sozialen Leistungen haben. Das ist zwar kein leichter Job, aber es macht mir Freude, wenn ich Menschen helfen kann“, sagt die erfahrene Sozialberaterin. 

Der 1. Kreisvorsitzende Heinz-Ulrich Kabrodt lobte neben ihrer ausgesprochenen fachlichen Qualifikation im Sozialrecht besonders die bestens funktionierende Zusammenarbeit mit Scholz. „Wir würden uns sehr freuen, wenn Du uns als Kollegin auch noch die nächsten Jahrzehnte begleiten würdest. Und die Betonung liegt dabei ausdrücklich auf Jahrzehnte“, beendete Kabrodt augenzwinkernd seine Dankesrede.  

Ungerechtigkeit beseitigen: SoVD fordert Schulgeldfreiheit für alle

Hannover. Trotz einer Gesetzesänderung müssen diejenigen, die ihre Ausbildung in einem Gesundheitsberuf bereits begonnen haben, weiterhin Schulgeld bezahlen. Dass die Landesregierung an dieser Regelung weiterhin festhält, kritisiert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen scharf.

Von dem neuen Gesetz und der neuen Schulgeldfreiheit profitieren nur diejenigen, die 2019 ihre Ausbildung begonnen haben – alle anderen müssen weiterhin zahlen. „Das ist eine Ungerechtigkeit, die niemandem vermittelt werden kann“, sagt Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Die Landesregierung müsse dringend zum Start des neuen Schuljahrs nachbessern, fehlendes Geld im Haushalt sei kein Argument.
„Man kann nicht einerseits über den Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich jammern und gleichzeitig diejenigen, die sich bereits für den Job entschieden haben, bestrafen“, so Sackarendt weiter. Niedersachsens größter Sozialverband unterstützt damit das Engagement von Grünen und FDP, die sich ebenfalls für eine Schulgeldfreiheit für alle starkmachen.

Nicht vergessen werden dürften dabei auch die Heilerziehungspfleger. Sie müssen für ihre Ausbildung noch immer Schulgeld zahlen. „Gerade im Hinblick auf Inklusion fehlt es Schulen an ausgebildetem Personal. Deshalb sollte die Landesregierung alles tun, um Nachwuchs zu finden“, fordert der SoVD-Chef. Ein wichtiger Schritt wäre es, die Schulgeldfreiheit auch für dieses Berufsbild abzuschaffen.

SoVD fordert: Betriebsrentner endlich entlasten

Gifhorn. Seit 2004 müssen Betriebsrentner den vollen Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen – also sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil. Vorher musste weder das eine noch das andere übernommen werden. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Gifhorn sieht darin schon lange eine unzumutbare Mehrbelastung für diejenigen, die privat vorgesorgt haben. Jetzt scheint Bewegung in das Thema zu kommen: Die Große Koalition auf Bundesebene möchte bis September eine Lösung präsentieren. „Die Bundestagsabgeordneten aus unserem Wahlkreis müssen sich in ihren Fraktionen dafür stark machen, dass diese Regelung wieder gekippt wird“, fordert der SoVD-Kreisvorsitzende Heinz-Ulrich Kabrodt.

Die Zahlung des vollen Beitragssatzes führt bei den betroffenen Rentnern dazu, dass das Polster der betrieblichen Altersvorsorge um fast 20 Prozent schmilzt. „Seitens der Politik wird immer propagiert, dass privat vorgesorgt werden muss, um Altersarmut zu verhindern. Mit dem Gesetz wurden ausgerechnet die bestraft, die dem gefolgt sind“, kritisiert Kabrodt. Besonders ungerecht sei die Tatsache, dass es keinen Bestandsschutz gebe, es sind also auch die Rentner betroffen, die vor dem Stichtag einen Vertrag abgeschlossen haben. „Das bedeutet, dass sich viele Betroffene eine höhere Rente ausgerechnet haben als sie durch die Neuregelung bekommen werden. Das ist vor allem für diejenigen hoch problematisch, die auf das Geld angewiesen sind“, so Kabrodt weiter.

Aus SoVD-Sicht müssen sich jetzt die Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen vehement dafür einsetzen, dass die Ungerechtigkeit beendet wird. „Wünschenswert wäre, dass wir zur Regelung vor 2004 zurückkehren. Zumindest die Zahlung des Arbeitgeberanteils muss sofort abgeschafft werden. Das bringt schon mal eine 50-prozentige Entlastung“, sagt Kabrodt. Mit dieser Forderung wird der SoVD in Gifhorn auch direkt auf die Bundestagsabgeordneten in seinem Wahlkreis zugehen.

„Hannoversche Erklärung“: SoVD formuliert Forderungen an Politik

Hannover. Mit wichtigen Beschlüssen hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen seine Rolle als kritischer aber konstruktiver Partner der Politik gefestigt. In der „Hannoverschen Erklärung“, die am Sonntag, den 16.06.2019 auf der SoVD-Landesverbandstagung verabschiedet wurde, beschreibt Niedersachsens größter Sozialverband seine Vorstellungen und Forderungen zu den Themen Armut, Verteilungsgerechtigkeit, Pflege und Inklusion.

Besonderen Handlungsbedarf sieht der SoVD bei der Armut. „Diese wirksam zu bekämpfen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam bewältigt werden muss“, fordert der Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt. Besonders in der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik müsse verstärkt der Fokus auf Alleinerziehende und Menschen mit Behinderung gelegt werden. „Armut ist dafür verantwortlich, dass Menschen sich von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind betroffen. Es wird Zeit, dass dieses brennende Thema auf der Agenda weiter nach oben rückt“, so Sackarendt weiter. Mit einer landesweiten Kampagne will der SoVD deshalb 2019/2020 das Armutsproblem in den Blickpunkt von Öffentlichkeit, Politik und Gesellschaft rücken.

„Der Schlüssel zum Abbau wachsender Armut liegt in einer gerechten Umverteilung“, macht der SoVD-Chef deutlich. Er plädiert deshalb für eine höhere Besteuerung der in Deutschland ansässigen Unternehmen, eine Vermögenssteuer, eine höhere Besteuerung von Unternehmensgewinnen und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

Gleichzeitig erneuert der SoVD seine Kritik an dem Vorgehen der niedersächsischen Landesregierung bei der Inklusion. „Die Politik muss endlich aufhören, an dem Parallelsystem von allgemeiner Schule und Förderschulen festzuhalten. Das kostet unnötig Geld und verschärft die ohnehin bestehende Personalnot“, betont Sackarendt.

Auch beim Thema Pflege hat der Sozialverband ganz konkrete Forderungen an die Politik: Die Belastung von Pflegbedürftigen und ihren Angehörigen durch ständig steigende Eigenanteile müsse gestoppt werden. Die Ergebnisse der „Konzertierten Aktion Pflege“ seien völlig unzureichend. Außerdem müssten die Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Versorgung mit ausreichenden Pflegeangeboten in Niedersachsen sichergestellt sei. „Gerade bei ambulanten Pflegediensten ist die Lage oft problematisch. Viele Pflegebedürftige können zum Beispiel den Entlastungsbetrag für unterstützende Leistungen nicht in Anspruch nehmen, weil es nicht genügend Angebote gibt. Da muss dringend nachgebessert werden“, sagt Sackarendt.

SoVD übergibt Plakette an Grundschule Brome

Gifhorn. Vom behindertengerechten Parkplatz bis zum stufenlos erreichbaren Klassenzimmer: Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Kreisverband Gifhorn hat die Grundschulen im Landkreis Gifhorn auf Barrierefreiheit getestet. Die Grundschule Brome schnitt dabei am besten ab. Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 6.Mai hatte der Kreisvorsitzende Heinz-Ulrich Kabrodt an Schulleiterin Marianne Berlinecke die SoVD-Plakette „An alle gedacht“ überreicht. Mit der Plakette könne die Grundschule Brome jetzt gegenüber Schülerinnen,Schülern und Eltern ihre Offenheit und Bestrebungen in Richtung Barrierefreiheit signalisieren, so der SoVD-Kreisvorsitzende bei der Preisübergabe.

Schulleiterin Marianne Berlinecke sowie Vertreter des Schulträgers nebst Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann freuten sich über die Auszeichnung als ein Zeichen der Anerkennung dafür, dass die Grundschule Brome mit gutem Beispiel bei der Barrierefreiheit vorangeht.

Der SoVD hatte im Februar eine Checkliste zur Selbstauskunft an die 42 Grundschulen im Kreisgebiet verschickt. Diese berücksichtigt die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern genauso wie etwa die von Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung. Gefragt wurde daher nicht nur nach Rampen und Aufzügen, sondern zum Beispiel auch nach einem tastbaren Leitsystem, kontrastreichen Schildern mit gut lesbarer Schrift und einem Pausensignal, das sowohl akustisch als auch visuell wahrnehmbar ist.

Teilgenommen hatten 8 Grundschulen, die Schule Brome erreichte die höchste Gesamtpunktzahl. Als Niedersachsens größter Sozialverband macht sich der SoVD seit Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderung stark – sowohl auf politischer Ebene als auch in landesweit rund 60 Beratungszentren.